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Große Mahakala Puja in der Karma Kagyü Linie

(durchgeführt an Losar, tibetisches Neujahr) im Jangchub Choeling Kloster in Hemza-Pokhara, Nepal

Einführung
In allen Vajrayana Schulen des Buddhismus benötigt jeder Praktizierende die Anleitung und Unterstützung des Gurus, der Gottheiten und der Dharmaschützer auf seinem spirituellen Weg. In unserer Karma Kagyü Tradtition betrachten wir Mahakala als unseren Dharmaschützer.

Der Ursprung
Die Lehre über Mahakala stammt aus dem Tantra, in dem Buddha in seiner dritten Rede (Rede bedeutet Unterweisung im Rad des Dharma) zu ausgewählten Boddhisattvas spricht. Nach dieser Lehre ist Mahakala die Verkörperung der Kraft aller Buddhas, sowohl innere als auch äußere Hindernisse zu überwinden.
Es wird gesagt, dass vor der Zeit von Buddha Sakyamunis eine böse Kraft existierte, Matram Rudra genannt, die geschworen hatte, die Welt und alle ihre Bewohner zu zerstören. Aus Mitgefühl manifestierten sich alle Buddhas und Boddhisatvas in einer zornigen Form, um Matram Rudra zu läutern und sein Gewissen zu erleichtern.
Seitdem nimmt der Erleuchtete auch die Form und körperlichen Attribute von Matram Rudra an. Diese Manifestation wird Mahakala genannte. Auf letzter Ebene ist Mahakala die Einheit aller Buddhas. Aus Sicht des Praktizierenden ist jedes dieser Attribute des Mahakala eine kunstvolle Methode, die eigenen Unreinheiten in Weisheit zu verwandeln.

Die tibetische Puja am Jahresende
Die Mahakala Puja am Jahresende wird als das wichtigste Ereignis in tibetischen Klöstern betrachtet. Nach sorgsamer Vorbereitung wird die Puja sieben Tage lang durchgeführt. Am letzten Tag der Puja wird in den alteingeführten Klöstern der Mahakala Vajra Tanz aufgeführt, der den ganzen Tag andauert. Es ist jedoch das erste Mal, dass das Jangchub Choeling Kloster den Vajra Tanz aufführt (das war am 13.02.2002). Circa siebzig Mönche nehmen an diesem Ereignis entweder als Tänzer oder Musiker teil.

Der Vajra Tanz und seine Bedeutung
Nach der Legende besiegt die zornige Manifestation der Buddhas und Boddhisatvas Matram Rudra mit neun wilden Tänzen. Der Vajra Tanz wurde zunächst nur an hochqualifizierte tantrische Praktizierende in Indien weitergegeben. Dieser heilige Tanz wurde jedoch im 8. Jahrhundert in den Himalaya und nach Tibet gebracht, als Guru Padmasambhava die Stelle segnete, an der das Samye Kloster gebaut wurde (in der Nähe von Lhasa, die frühere Hauptstadt Tibets). Der Vajra Tanz, auf tibetisch auch als Cham bekannt, verlangt von den Tänzern eine außergewöhnliche Konzentration. Er ist weder spontan noch improvisiert. Er besteht aus komplizierten Schritten und Schrittfolgen, die minutiös überliefert wurden. Diese Bewegungen stellen die Mediationen dar, die die Mönche während der Puja praktiziert haben.

Es gibt tatsächlich viele verschiedene Typen von Vajra Tänzen und jeder dient einem bestimmten Zweck. Es gibt den glückverheißenden Tan, den Tanz um das Land zu reinigen und Störungen zu überwinden und den Tanz um negative Kräfte zu zerstören. Umfassend können sie auch in die vier erleuchtenden Aktivitäten, die befriedend, vermehrend, kraftvoll und zornig sind, eingeteilt werden.

Der Mahakala Vajra Tanz gehört zu den zornigen Aktivitäten die die negativen Kräfte besiegen. In ihren reinen Visionen haben einige der frühen Karmapas Mahakala in Aktion gesehen. Sie erinnerten sich an seine Handlungen und lehrten sie ihren Schülern. Diese Handlungen wurden in den Vajra Tänzen zusammengenommen. Diese heiligen Tänze sind im Tibetischen Buddhismus sehr bekannt und spielen eine große Rolle bei der Darstellung der Unterdrückung des Anführers der Maras.

Der Nutzen
Das Durchführen von Mahakala Vajra Tänzen erhöht das zukünftige Glück und entfernt alle Arten von Hindernissen, egal ob die Ursachen in menschlichen oder naturnahen Störungen liegen. Sie beschützen einen vor dem Reizen, Angriffen im Geist oder den Angriff von boshaften Menschen. Der Ort der Durchführung wird friedlich und gesegnet.